
Basilika von St. Maria Maggiore
Die Basilika, vermutlich im Jahr 1157 begonnen, wurde auf den Fundamenten
einer noch antikeren erbaut. 1187 waren die östliche Zone mit dem Hochaltarraum
und den östlichen Apsiden im Querschiff vollendet, die Arbeiten wurden
jedoch von schweren finanziellen Schwierigkeiten behindert. Im 13. Jahrhundert
wurden die Arbeiten in der östlichen Zone mit weniger kostspieligen Materialien
wieder aufgenommen. Im 14. Jahrhundert führten Meister von Campione die
Arbeiten zu Ende, während im darauffolgenden Jahrhundert der Glockenturm
errichtet, die alte Sakristei abgerissen und die neue erbaut wurden. Die letzten
Arbeiten am Äußeren wurden 1521 von Piero Isabello durchgeführt:
das kleine Portal auf südöstliche Seite, genannt Brunnentor. Sehr
bekannt und besonderer Aufmerksamkeit würdig sind die zwei Säulenportale
von Giovanni da Campione, vor allem das nördliche (1350) mit Ausrichtung
auf dem Domplatz und jenes neben der Kappelle Colleoni. Im Inneren präsentiert
sie sich in einer einfachen romanischen Struktur mit drei durch Pilaster unterteilten
Schiffen, mit üppiger Dekoration aus Ornamenten, Malereien, Marmor- und
Stuckarbeiten. Besonders interessant sind die Wandteppiche, das Denkmal Gaetano
Donizzeti´s von Vincenzo Vela, der barocke Beichtstuhl mit den Intarsien
von Andrea Fantoni, die wunderbare Holzintarsien nach Zeichnungen von Lorenzo
Lotto und das wunderbare Fresko „L´Albero della ´Vita“ (Der
Lebensbaum) mit giotteskem Charakter von einem unbekannten Künstler aus
dem Jahr 1347.